Zeitgemäße Landwirtschaft

Der SPD Stadtverband Dassel besuchte kürzlich den landwirtschaftlichen Betrieb von Christian Henne in Deitersen.

Rund 700 Sauen werden neben dem Ackerbau und einer Biogasanlage von einem Team aus dem Betriebsleiter, sieben Mitarbeitern und zwei Auszubildenden betreut. Unterstützt werden sie von zusätzlichen Saisonkräften.

 

Der SPD Stadtverband Dassel besuchte kürzlich den landwirtschaftlichen Betrieb von Christian Henne in Deitersen.

Rund 700 Sauen werden neben dem Ackerbau und einer Biogasanlage von einem Team aus dem Betriebsleiter, sieben Mitarbeitern und zwei Auszubildenden betreut. Unterstützt werden sie von zusätzlichen Saisonkräften.

 

Aufgrund steigender Ölpreise baute der Betrieb 2010 eine Biogasanlage, welche sich noch im Ausbau befindet. Doch bereits jetzt werden jährlich 30.000 Liter Flüssiggas für die Beheizung der Schweineställe gespart.

 

Des Weiteren will der Hof die Akzeptanz durch die Mitbürger erhöhen. Deshalb wird sämtliche anfallende Schweinegülle in der Biogasanlage fermentiert. Weil dabei die flüchtigen Fette abgebaut werden, wird der Geruch der Gülle minimiert und die für den Boden wichtigen Nährstoffe bleiben erhalten.

 

Im Unterschied zu intensiven Tierhaltungsregionen, in denen durch übermäßige Gülledüngung die Böden belastet werden, besteht auf unseren Böden weiterhin ein Nährstoffbedarf, erklärt Landwirt Henne. Daher könne man den Gärrest hervorragend als Dünger auf den Feldern einsetzen.

 

Im Endausbau liefert die Biogasanlage in drei Stunden den Jahresbedarf an Energie eines Vier-Personen-Haushaltes.

 

Auch die Photovoltaikmodule, welche auf den Dächern der Ställe und Hallen montiert sind, produzieren an einem Sonnentag die Energie, die 1,5 Haushalte im Jahr benötigen.

 

Ein Nahwärmenetz für Deitersen ist in Planung, hierdurch kann im Ort fossile Energie von über 100.000 Litern Heizöl eingespart werden.

 

Landwirt Henne betont, dass er und sein hochmotiviertes und qualifiziertes Team die Sauen und Ferkel intensiv betreuen. In einem späteren Wachstumsschritt ist geplant, die Sauenhaltung vollständig aus dem Ort hin zu den neuen Schweineställen auszugliedern, um zum einen Synergien zu erzielen, aber auch um die Sauen noch besser zu betreuen und die Geruchsbelastung im Ort zu minimieren.

 

Der SPD Stadtverband konnte sich davon überzeugen, dass moderne Ställe das Tierwohl weiter erhöhen können. Die Qualität des Umgangs mit den Sauen und Ferkeln ist nicht von der Anzahl der gehaltenen Tiere abhängig, sondern vom Engagement des Betreuungsteams.