SPD Dassel besucht drei Betriebe in Wellersen

26.08.2010

 

„Unsere Region ist in der Krise wirtschaftlich besser aufgestellt als viele klassische Industrieregionen", konstatierte MdB Dr. Wilhelm Priesmeier nach der gemeinsamen Besichtigung der drei Betriebe in Wellersen mit dem SPD-Stadtverband Dassel.

 

 

Zu Gast beim Druck-Kurier-Service
Zu Gast beim Druck-Kurier-Service

Die neueste Etappe der Sommertour führte den Stadtverband mit seinem Vorsitzenden Manfred Thiele und dem langjährigen Wellerser Bürgermeister Reinhold Spieker in den kleinen Dasseler Ortsteil. Es ging darum, sich einen Überblick über die Lage der dort ansässigen Unternehmen zu verschaffen. Priesmeier wollte vor allem herausfinden, wie sich bundespolitische Beschlüsse konkret in seiner Heimat auswirkten.

 

Los ging es bei strahlendem Sonnenschein beim „Druck-Kurier-Service“, der es in den letzten Jahren geschafft hat, sich einen großen Einzugsbereich zu erschließen: Aufträge kämen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Hameln, Hannover und sogar Frankfurt, erläuterte Geschäftsführer und Inhaber Markus Steinhoff den interessierten Besuchern. Dies sei nur durch das immer vielfältigere Angebot, das nicht mehr nur klassischen Druck, sondern ebenso Satz, Layout sowie Textildruck beinhaltet und die hohe Flexibilität des kleinen Unternehmens (4 Angestellte, 1 Auszubildender) möglich geworden. „Weg vom Druck, hin zur Graphik“, so lautet nach Steinhoff die Devise.  Der „Druck-Kurier-Service“ stellt die komplette Logistik und kann in dringenden Fällen auch über Nacht Prospekte oder andere benötigte Artikel im Handumdrehen fertig stellen.

Fa. ATZ Ahrens
Fa. ATZ Ahrens

Auch beim Betrieb, der als nächstes an diesem Nachmittag von der SPD besucht wurde, steht das Prinzip Dienstleistung ganz oben: Die Werkstatt „atz Ahrens“ wurde 1982 als „Auto-Teile-Zubehör“-Betrieb aus der Taufe gehoben, anschließend kontinuierlich auf- und ausgebaut und hat sich bis heute in Wellersen behauptet. „Ein Standortwechsel kam für uns nie in Betracht“, betonte Fiete Ahrens. „Atz  Ahrens“ bedient mit seinen 8 Mitarbeitern die gesamte Westseite von Einbeck, auch Göttinger Kunden kommen regelmäßig mit ihren Wagen vorbei. Die Erfolgsgeschichte dieses Unternehmens beruht vor allem auf Mundpropaganda und hat dazu geführt, dass bald die Kapazitäten erschöpft sind. Als freie Werkstatt, die sowohl Reparatur- als auch Wartungssektor bedient und über eine eigene Lackiererei verfügt, kann „atz Ahrens“ fast komplett autark agieren und musste zudem keine Einbrüche aufgrund der Abwrackprämie hinnehmen.

Fa. Manfred Klie
Fa. Manfred Klie

Last but not least stand danach der Besuch eines land- und forstwirtschaftlichen Unternehmens auf dem Programm: 1982 von Manfred Klie gegründet, beschäftigt es heute (Betriebsleiter und Ehefrau mitgerechnet) sieben Mitarbeiter, dazu kommen bei Bedarf bis zu 15 Aushilfskräfte. Flexibel und zukunftsorientiert agiert Klie heute vor allem in der Futterbergung sowie im forstwirtschaftlichen Bereich, sodass eine ganzjährige Betriebsauslastung sichergestellt ist. Manfred Klie wies seinen Bundestagsabgeordneten darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Biogasanlage in Einbeck hier ein Musterbeispiel für Arbeitsplatzschaffung und –erhaltung im ländlichen Raum zu besichtigen sei: Die Arbeitsplätze in seinem Unternehmen würden durch die benötigte Maisernte gesichert, des weiteren hingen  über den Transport und das Betreiben bis zu 15 Arbeitsplätze von der Anlage ab. Priesmeier fügte hinzu, dass durch das Biogas eventuell das Milchbauernsterben abgefedert werden könne und betonte: „Landwirtschaft hat Zukunft in unserer Region!“ Er persönlich stehe als Agrarexperte seiner Fraktion für eine Politik, die die natürlichen Ressourcen schützt und gleichzeitig den ländlichen Raum wieder zu einem lebendigen Sozial- und Wirtschaftsraum macht, mit einem breiten Angebot an Arbeitsplätzen.

 

Dass selbst ein kleiner Ort wie Wellersen durch die aufopferungsvolle Arbeit der Unternehmer eine solche wirtschaftliche Vielfalt habe, sei ermutigend und für ihn als Abgeordneten einhergehend mit der Verpflichtung auch weiterhin für Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu kämpfen. Dass es sich lohnt, hat der Besuch der drei Wellerser Betriebe eindrucksvoll gezeigt.